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Die größte Angst haben wir vor den kleinsten Dingen

Spinnen.

Allein dieses Wort zu lesen, zu schreiben oder zu sagen löst Schüttelfrost in mir aus. Ich habe wirklich unglaublich große Angst vor Spinnen. Keine Ahnung, ob das auf ein schlimmes Erlebnis in meiner Kindheit zurück zu führen ist, ob die Gesellschaft mich dahin gebracht hat oder ob sich diese Angst über Jahre entwickelt hat. Fakt ist, ich habe eine riesen Angst.

Im nachhinein sind die Geschichten, die ich durch diese Angst erlebe, aber immer wieder sehr unterhaltsam.

Fangen wir in meiner Kindheit an. Ich muss damals so neun oder zehn Jahre alt gewesen sein und hab mich gerade meiner Zahnpflege gewidmet. Da seh ich auf dem Badezimmerboden eine von diesen riesen fiesen Kellerspinnen. Die mit zwei Körperteilen. Sie hat mich vermutlich schon eher gesehen, denn sie ist dabei unter den kleinen Teppich zu krabbeln. Wie es sich für ein junges Mädchen gehört schreie ich wie wild und flüchte mich auf die Toilette. Meine Mutter kommt ins Bad gestürmt, vermutlich mit den schlimmsten Befürchtungen, sieht die Spinne und stimmt in meine Angstschreie ein. Allerdings ist sie in erster Linie eine gute Mutter, die weder Angst noch Schrecken davon abhalten kann ihre Kinder zu beschützen. Kampfeserprobt holt sie Papas großen Hausschuh und lässt diesen mit einem Kampfschrei auf die Spinnen niederfallen. Drauftreten und den Ort des Geschehens sofort verlassen, bis Papa nach Haus kommt und das Monster entsorgen darf.

 Als ich sieben Jahre später Ferien bei meinen Großeltern auf dem Bauernhof gemacht hab, gab es ein weiteres prägendes Erlebnis mit einer solchen Spinne. Wieder im Bad. Wieder beim Zähne putzen. Ich seh nur was großes schwarzes neben dem Teppich. Dank meiner Kurzsichtigkeit musste ich ganz nah ran gehen, um das Ungeheuer zu sehen. Aber was soll ich jetzt tun? Badezimmertür zu und ab ins Bett. Der einzig sichere Ort. Dann hab ich erstmal meinen damaligen Freund angerufen und wir sind sämtliche Möglichkeiten durchgegangen. Meine Großeltern aufwecken kam nicht in Frage. Der Staubsauger war im Keller wo es noch tausend weitere Exemplare von diesen fiesen Spinnen gab. Ich weiß nicht wie er es geschafft hat, und nach ihm hat das nie wieder jemand geschafft, aber ich konnte seelenruhig schlafen. Und ich habe sogar gehört, wie die Spinne in mein Zimmer gekrabbelt ist und unter meinem Bett zur anderen Seite des Zimmers geschlichen ist. Trotzdem konnte ich schlafen, weil er mich so gut beruhigt hat. Einen Tag später sind meine Tante und mein Onkel angereist, haben die Spinne gefunden und vernichtet.

 Eine weitere witzige Begegnung gab es mit einer riesen Spinne beim Zelten. Meine damaliger Freund, seine Schwester und ein gemeinsamer Freund, wollten nach unserem Ausbildungsabschluss ein paar Tage an der Ostsee campen. Ich liebe die Ostsee, ich mag es in der Natur zu sein. Nur die Spinnen passen mir nicht. Mein Freund hat mir versichert, dass sich Spinnen generell nicht in die Nähe von Menschen wagen. Das mögen sie einfach nicht. Richtig glauben konnte ich ihm das nicht. Der konnte mich aber auch nicht so beruhigen wie der Freund davor. Als ich am zweiten Tag aufwache und auf seiner Brust eine riesen Spinne sitzt, war es dann auch hinüber mit meiner Freude am campen. Und seine Theorie wurde auch entkräftet :-)

 Hier in Paris durfte ich jetzt Erfahrungen mit einer unglaublich großen Spinne machen. Die hat in meinem Zimmer auf mich gewartet, als ich nach dem Spätdienst heim gekommen bin. Ich hab darauf die Flucht ergriffen und in einem anderen Zimmer geschlafen. Als ich den darauf folgenden Abend wieder gegen Mitternacht nach hause komme hat sie mich natürlich wieder nett begrüsst. Ich war diesmal aber schon mit einem Staubsauger auf die Situation vorbereitet. Habe allerdings so viel Lärm dabei gemacht, dass meine Vermieterin aufgewacht ist. Die hat kurzerhand einen Besen geholt und das gemeine Ding getötet. Einfach so. Eine Sache, die ich nie können werde.

Alles in allem weiß ich, dass wir Spinnen und Krabbelkäfer in unserer Welt brauchen, aber bitte: Haltet euch nicht in meinem Zimmer auf. Draußen ist es doch viel schöner.

12.11.15 18:12
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Erin (13.11.15 09:38)
Es macht mich schmunzeln das zu lesen... Ich habe eine zeitlang in Australien gelebt - und könnte da auch ein paar Anekdoten von giftigen Spinnen erzählen... Mein Hausschuh war dabei mein bester Freund. :P
Spinnen sind eigentlich total interessante "Tiere". Sie zeigen an, dass ein gutes Raumklima herrscht, trotzdem ist es auch mir lieber wenn sie draußen sind.

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